Hazard Protection Solutions

Application

Hochwasserschutz mit einer dauerhaften Spundwand

Solution

3,1 kt Stahlspundbohlen
Stahlsorte S 355 GP

AZ 42-700N
AZ 44-700N
AZ 48-700N
AZ 52-700N

PU 32-1

Hochwasserschutzanlagen in Waterford | Irland | 2025

Waterford errichtete ein umfangreiches Hochwasserschutzsystem aus Stahlspundwänden, um die Stadt und ihre kritische Infrastruktur vor den häufigen Überschwemmungen zu schützen. Das Projekt erforderte fortschrittliche technische Lösungen und ein sorgfältiges Umweltmanagement und führte zur Errichtung von fast zwei Kilometern robuster Hochwasserschutzbarrieren, die sowohl der Sicherheit als auch der Stadterneuerung dienen.

Waterford, Irlands älteste Stadt, war aufgrund ihrer Lage am Gezeitenfluss Suir wiederholt von Überschwemmungen betroffen, die wichtige Infrastruktur wie den Bahnhof Plunkett und nahegelegene Eisenbahnstrecken bedrohten. Als Reaktion darauf erklärte die Stadt das Flussufer 2016 zur strategischen Entwicklungszone, was eine rasche Sanierung und die Entwicklung eines groß angelegten Hochwasserschutzkonzepts im Rahmen eines öffentlichen Infrastrukturprogramms im Umfang von 207 Millionen Euro ermöglichte. Das Projekt unter der Leitung des Waterford City & County Council mit BAM Nuttall als Hauptauftragnehmer und ArcelorMittal Sheet Piling als Lieferanten der Stahlspundbohlen umfasste den Bau einer etwa zwei Kilometer langen, durchgehenden Hochwasserschutzanlage aus Stahlspundbohlen zum Schutz gefährdeter Gebiete.

Die Lösung umfasste eine freitragende Stahlspundwand, die für ein Hochwasserereignis mit einer Wiederkehrperiode von 1:200 ausgelegt war, wobei im westlichen Abschnitt hochbelastbare Pfähle der AZ-Serie und im östlichen Abschnitt PU 32-1-Pfähle eingesetzt wurden, die auf die unterschiedlichen Bodenverhältnisse abgestimmt waren. Die Installation erforderte fortschrittliche Techniken wie Vibrations- und Schlaghämmer, Fußverstärkungen und Vorbohrungen, um Stabilität und Ausrichtung zu gewährleisten, insbesondere bei schwierigen Bodenprofilen. Umwelt- und logistische Herausforderungen wurden durch Vibrations- und Lärmschutzmaßnahmen, Tagesarbeitszeiten und temporäre Absperrungen zur Sicherung des Bahnbetriebs bewältigt, während vorgefertigte Betonverkleidungen die ökologische Integration entlang der Uferzone unterstützten.

Insgesamt zeugt das Hochwasserschutzprojekt in Waterford von einem soliden und flexiblen Ansatz im Hochwasserschutz, der wichtige Infrastruktur schützt und die langfristige Neugestaltung des Flussufers der Stadt ermöglicht. Dabei wurden insgesamt 3.141 Tonnen Stahlspundbohlen für eine Schutzanlage von fast 1,85 Kilometern Länge geliefert.