Deichverstärkung am Fluss – Vergleichsstudie in Frankreich - Broschüre

multikriterielle Analyse

Deiche spielen seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle beim Hochwasserschutz, doch viele von ihnen wurden für Wasserstände ausgelegt, die heute regelmäßig überschritten werden. Infolge des Klimawandels nehmen Häufigkeit und Intensität von Hochwasserereignissen stetig zu, wodurch die Schwachstellen von Dämmen deutlich werden – insbesondere in Bezug auf innere Erosion und die Gesamtstabilität. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Studie einen nachhaltigen Ansatz für das Management wasserbaulicher Infrastrukturen und bietet eine umfassende vergleichende Bewertung von Verstärkungslösungen, die den heutigen Herausforderungen gerecht werden.

Die Studie vergleicht drei Verfahren zur Deichsanierung anhand eines konkreten Anwendungsfalls: des Canal de la Robine im Süden Frankreichs. Untersucht werden die Rückverlegung des Deichs mit Erdaufschüttung, Dichtwände hergestellt mithilfe eines Bodenmischverfahrens (trench-mix) sowie eine freistehende Spundwandkonstruktion aus Stahl. Zwei Szenarien werden bei der Studie berücksichtigt: ein Referenzszenario auf Basis des Hochwasserereignisses von 1999 und ein weiteres Szenario mit einer Erhöhung um 50 cm zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels. Jede Lösung wird im Rahmen einer multikriteriellen Analyse anhand technischer, wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte bewertet.

Die Ergebnisse zeigen deutlich die Stärken der freistehenden Stahlspundwandlösung. Sie überzeugt durch deutlich geringere Gesamtkosten, stark verkürzte Bauzeiten und einen minimalen Flächenbedarf. Aus technischer Sicht bietet diese Lösung eine hohe Leistungsfähigkeit, da sie sowohl die Dichtheit als auch die strukturelle Stabilität unabhängig vom Zustand des bestehenden Damms gewährleistet. Auch die landschaftliche Integration und die gesellschaftliche Akzeptanz werden verbessert, da der bestehende Deich erhalten bleibt und als nichttragendes Element weitergenutzt wird.

Auch aus ökologischer Sicht weist die freitragende Stahlspundwandlösung die beste CO₂-Bilanz aller untersuchten Varianten auf – sowohl in der Bauphase als auch über den 100‑jährigen Betriebs‑ und Wartungszeitraum. Durch die Kombination aus Langlebigkeit, technischer Effizienz, schneller Umsetzung und reduziertem Umwelteinfluss erweist sich diese Lösung als besonders geeignet, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Hochwasserschutzes zu begegnen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Ansatz im Management flussbaulicher Infrastrukturen zu unterstützen.

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fr Französisch Confortement digues fluviales - Etude Comparative en France
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Die Spundwandlösung bietet Einsparungen von mehr als 20 % bei den Investitionskosten, eine Verkürzung der Bauzeit um bis zu 50 % und eine Reduzierung der Kohlenstoffemissionen um bis zu 50 %.

Die Stahlkonstruktion sieht die Errichtung einer Spundwand entlang der Dammkrone des bestehenden Deichprofils auf der Aude-Ebene vor. Dabei wird eine Spundwand in einen Dammfluss eingefügt, dessen Qualität derzeit als unzureichend für einen ausreichenden Hochwasserschutz angesehen wird.